Jahr des Gorillas 2009

 

Pro Wildlife e.V.
Kidlerstr. 2
D-81371 München

Tel. 089 / 81299-507
Fax: 089 / 81299-706
 

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Haftungsausschluss

Pro Wildlife setzt sich für Gorillas ein – in ihrer Heimat ebenso wie auf internationaler Ebene. Denn um die Gorillas zu schützen, müssen

  1. Wilderei und Abholzung wirkungsvoll bekämpft werden
     
  2. Politiker die internationalen Gesetze zum Schutz bedrohter Tierarten verschärfen und
     
  3. die Verbraucher in den Industrieländern ihr Konsumverhalten ändern.

 

In Zentralafrika ...

... rettet Pro Wildlife Affenwaisen: Das Limbe Wildlife Centre in Kamerun bietet dank der Hilfe von Pro Wildlife Schimpansen- und Gorillawaisen ein Zuhause. Fast 200 Affenkinder – allesamt Opfer der grausamen “Buschfleisch“-Wilderei – haben hier Zuflucht gefunden. Pro Wildlife finanziert Futter, medizinische Versorgung und neue Gehege. Weitere Hilfe erfolgt in Form von Sachspenden.

... leistet Pro Wildlife Aufklärungsarbeit: Das Affenwaisenhaus in Kamerun rettet einzelne Tiere, setzt sich aber auch für intensive Aufklärung ein. Nur ein Umdenken der lokalen Bevölkerung, die das Fleisch der Gorillas als Delikatesse sieht, sichert das langfristige Überleben der Menschenaffen. Im „Nature Club“ erfahren schon Kinder alles über die Bedrohung und den Schutz von Affen. Die Kinder wiederum berichten ihren Eltern über die Gorillas – so verbreitet sich das Wissen. Im Affenwaisenhaus lernen über 37.000 Besucher pro Jahr die Einzelschicksale der Affen kennen – und werden sich so der Grausamkeit der Wilderei bewusst.

... bekämpft Pro Wildlife die Wilderei: Noch vor wenigen Jahren gingen Wilderer kaum ein Risiko ein, entdeckt zu werden. Wildhüter drückten ein Auge zu, wenn die Schmiergeldzahlung hoch genug war. In Kamerun und der Republik Kongo unterstützt Pro Wildlife nun die Arbeit effektiver Anti-Wilderer-Einheiten. Sie führen verdeckte Ermittlungen durch und konnten bei Razzien bereits Buschfleisch, Elfenbein und Gepardenfelle beschlagnahmen, aber auch lebende Affenkinder retten.

... schützt Pro Wildlife Gorillawald: Im April 2008 richtete die kamerunische Regierung das Kagwene-Schutzgebiet ein, um die dort lebenden, vom Aussterben bedrohten Cross-River-Gorillas zu retten. Doch Bewohner der umliegenden Dörfer fällten auch weiterhin ausgerechnet im Gorillawald Bäume, um an den begehrten Honig von Wildbienen zu kommen. In Zusammenarbeit mit der Wildlife Conservation Society Cameroon bildete Pro Wildlife im Herbst 2009 Bewohner der sieben Dörfer zu Imkern aus und überließ ihnen Schutzkleidung. So können sie nun aus selbst gebauten Bienenstöcken umweltfreundlich Honig ernten, ohne dass sie Urwaldriesen im Schutzgebiet fällen müssen.

 

In den Industrieländern ...

... setzt sich Pro Wildlife für den Erhalt der Regenwälder ein: Illegaler Holzeinschlag in den Regenwäldern Afrikas vernichtet den Lebensraum der Gorillas. Immer noch dürfen Hölzer aus Raubbau legal in die Europäische Union importiert werden. Pro Wildlife fordert daher ein EU-Importverbot für illegale Hölzer. Ein im Oktober 2008 vorgelegter Gesetzesentwurf der EU ist völlig unzureichend. Nun gilt es, umfassende Nachbesserungen durchzusetzen. Darüber hinaus setzt sich Pro Wildlife dafür ein, dass der Handel mit Tropenhölzern wie Sipo und Sapele weltweit beschränkt wird. Diese Hölzer werden als „afrikanisches Mahagoni“ verkauft und kommen in den Verbreitungsgebieten der Gorillas vor.

... verhandelt Pro Wildlife mit Politikern und Unternehmen: Pro Wildlife dokumentiert, welche Folgen die Affenjagd und die Vernichtung der Regenwälder für die Artenvielfalt und das Weltklima haben. 2008 erreichte Pro Wildlife, dass die Konvention zum Erhalt der Artenvielfalt (engl. Convention on Biological Diversity, CBD) nun strengere Jagdgesetze und einen konsequenteren Vollzug einfordert. Pro Wildlife konfrontiert zudem europäische Firmen mit den Folgen ihrer Rohstoffeinkäufe – wie im Falle des Bayer-Tochterunternehmens H.C. Starck, das Coltan aus dem Kongo bezog und so die Wilderei von Gorillas durch Minenarbeiter förderte. H.C. Starck sagte inzwischen zu, auf Coltan aus diesem Krisengebiet zu verzichten.

... informiert Pro Wildlife Verbraucher: Ob Toilettenpapier, Gartenmöbel oder Sperrholz – für unseren Alltagsbedarf wird noch immer Wald vernichtet. Jede Minute verschwinden über 14 Hektar Wald weltweit – und die Konsumenten in den Industrieländern tragen hier maßgebliche Verantwortung. Erst wenn die Verbraucher zu Recyclingpapier und zu Holzprodukten aus zweifellos nachhaltiger Holzwirtschaft greifen, kann der Vernichtungsfeldzug gegen die Wälder gebremst werden. Pro Wildlife informiert die Verbraucher, welche Konsequenzen ihr Handeln hat und zeigt Alternativen auf.

 

 

Rettung von Affenwaisen

Behandlung verletzter Tiere

Hilfe für Anti-Wilderer-Einsätze

Kampf um die letzten intakten Regenwälder

Verbraucher-Aufklärung:
Wo kommen Holzprodukte her?

Fotos: LAGA, Limbe Wildlife Centre, Pro Wildlife